Ab Anfang April ist ein sonniger Standort ideal. Falls die Kakteen vorher an einem dunkleren Ort standen und jetzt auf ein sonnendurchflutetes Fensterbrett umziehen, so sind die Kakteen vor Sonnenbrand zu schützen. Wie bei uns Menschen muss sich die Haut erst wieder auf mehr Sonne einstellen. Dafür kann man die Pflanzen ein paar Tage leicht schattieren oder man wartet ein paar wolkige Tage ab, damit sich der Kaktus langsam wieder an die Sonne gewöhnen kann.

Jetzt kann der Kaktus jede Woche gegossen werden, wobei das gesamte Substrat durchfeuchtet werden sollte. Ob das Gießwasser dabei nur über das Substrat gegeben wird oder man den Kaktus mit abduscht ist egal. Verbleibendes Wasser im Übertopf ist zu entfernen.
Kakteen nehmen an sonnigen und damit heißen Tagen mehr Wasser auf. Wie auch wir, haben sie einfach mehr Durst bei diesen Wetterextremen. Deshalb sollte neben dem Richtwert, dass jede Woche zu gießen ist, folgende Faustregel beachtet werden: Dann wieder gießen, wenn die Erde vollständig abgetrocknet ist. Zum Prüfen der Restfeuchte nimmt man am besten ein wenig Substrat zwischen die Finger.


Die DKG schreibt rückblickend dazu auf ihrer Website – dkg.eu – „Es war die Zeit, als noch Kakteen in großer Zahl mit Frachtschiffen aus der Neuen Welt eingeführt worden sind und anschließend in Botanischen Gärten als „exotische Pflanzen” ausgestellt und in vielen Gärtnereien als „botanische Raritäten” zum Verkauf angeboten wurden. Kakteen waren der große Schlager dieser Zeit!“
Der ganz große Schlager sind Kakteen heute wohl nicht mehr.
Andererseits: Jeder kennt sie, fast jeder hatte mal einen Kaktus zuhause, besungen wurden sie 1934 von den Comedian Harmonists und das Lied ist bis heute bekannt.
Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V. hat derzeit rund 5.000 Mitglieder. Es gibt also nach wie vor viele Liebhaber dieser stacheligen Gesellen, die sich intensiv mit diesen Pflanzen beschäftigen.